August Leeser – Ein Leben ohne Spuren

Meldekarte von August Leeser
Meldekarte von August Leeser. Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104,3/Einwohnermeldeamt, Nr. 18.: Meldekartei Bielefeld-Mitte, 1920-1958.
13. Dezember 1941
Oberntorwall 6, 33602 Bielefeld

August Leeser wurde am 13. Juni 1904 in Ritterhude in Niedersachsen geboren. Der gelernte Tiefbauarbeiter kam im Februar 1940 aus Herford nach Bielefeld und lebte in der Oberntorwall 6. Bereits am 1. August 1941 musste er in ein sogenanntes Judenhaus in die Detmolder Straße 4 ziehen und wurde von dort aus am 13. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Ob August Leeser das Konzentrationslager in Riga überlebte, wissen wir nicht. Er gilt als verschollen.

Spur aufgenommen und Recherche
Saskia David-Gaubatz
Landesarchiv Nordrhein Westfalen – Abteilung OWL

Literatur

  • Minninger, Monika / Meynert, Joachim / Schäffer, Friedhelm, Antisemitisch Verfolgte registriert in Bielefeld 1933-45. Eine Dokumentation jüdischer Einzelschicksale, Bielefeld, 1985.
  • Schneider Gertrude, Reise in den Tod. Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Dülmen 2008.
  • Scheffler, Wolfgang / Schulle, Diana (Bearb.), Buch der Erinnerung. Die ins Baltikum deportierten deutschen, österreichischen und tschechoslowakischen Juden, Bd. 2, München 2003.

Quellen

  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104, 3/Einwohnermeldeamt, Nr. 1278: Hausbuch Detmolder Straße 4.
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104,3/Einwohnermeldeamt, Nr. 1500: Hausbuch Oberntorwall 6.
  • Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104,3/Einwohnermeldeamt, Nr. 18: Meldekartei Bielefeld-Mitte, 1920-1958.
Veröffentlicht am und aktualisiert am 9. Dezember 2021

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