Heinrich Gresselmeier wurde am 5. Februar 1899 in Halle Westfalen geboren und arbeitete als Maler. Gemeinsam mit seiner Frau Else, geboren am 18. Januar 1895, lebte er zuletzt in Senne I, Nr. 602 (heute: Hafnerweg 21). Gemeinsam hatten sie zwei Kinder. Trotz des Risikos in der Zeit des Nationalsozialismus engagierte sich Gresselmeier politisch aus Überzeugung […]
Ernst Brune wurde am 25. August 1889 in Bielefeld geboren. Über seine Kindheit ist nur wenig bekannt, doch klar ist, dass er früh Verantwortung übernahm: 1909 leistete er seinen Militärdienst, den er mit einem „gut“ im Führungszeugnis abschloss. Später heiratete er Marie Maijewski, geboren am 20. August 1899 in Kunow/Russland, und arbeitete als Fabrikarbeiter bei […]
Ein jüdisches Leben in Brackwede Moritz Wisbrun wurde am 19. Januar 1855 in Steinhagen geboren. Als Kaufmann führte er in Brackwede das Bekleidungsgeschäft „Herz Wisbrun“. Gemeinsam mit seiner Frau Mathilde, geborene Tuteur, lebte er in der Hauptstraße 47. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich das Leben der Familie grundlegend. Wisbrun gehörte zur jüdischen […]
Das Ehepaar Bornheim wurde am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Die unmenschlichen Bedingungen der Inhaftierung führten bereits am 23. Dezember 1942 zum Tod von Gustav durch Unterernährung und Schwäche. Nach fast 40 Jahren Ehe, musste Bertha in Gefangenschaft von ihrem Ehemann Abschied nehmen und, selbst schwer erkrankt, die Kraft zum Überleben finden. Nach 3 […]
Gertrud Niessen, geborene Goder am 31. August 1897 in Neuss am Rhein, wurde von der Gestapo nach einem Haftbefehl auf Grund einer Anklage der „Wehrzersetzung“ und des „Heimtücke Gesetz“ am 27. Dezember 1944 festgenommen. Der HJ-Führer Karl Heinz Egidie, ein Freund des Sohnes Hermann, der auch in der Wehrmacht war, meldete sie an die Gestapo, […]
Die Verfolgung religiöser Minderheiten im Nationalsozialismus gehört zu den weniger bekannten Kapiteln der NS-Zeit, ist aber von großer Bedeutung für das Verständnis lokaler Repressions- und Erinnerungsgeschichte. Besonders betroffen waren die sogenannten „ernsthaften Bibelforscher“, die später als Zeugen Jehovas bekannt wurden. Ihr konsequenter Boykott und Widerstand, den nationalsozialistischen Staat und seine Symbole anzuerkennen, führte dazu, dass […]
Albert Daltrop (1886–1977) war Rechtsanwalt und Notar in Bielefeld. 1933 wurde ihm seine Zulassung durch die NS-Gesetze entzogen, da er Jude war. Dies beendete seine Karriere. Seine Familie wurde vertrieben und verlor ihr Zuhause, ihre Ersparnisse und ihren Besitz. Am 12. Mai 1943 wurden Albert und seine Frau Charlotte „Lotte“ nach Theresienstadt deportiert. Dort mussten […]
Franz Neukamp, geboren am 31. August 1889, ist ein Beispiel dafür, wie schwierig die Aufarbeitung von Verfolgung und Schuld nach dem Zweiten Weltkrieg war. Er war der Sohn von Dr. Ernst Neukamp, Jurist und Reichsgerichtsrat in Leipzig, jüdischer Herkunft, und mit der Tochter des Bonner Historikers Friedrich von Bezold verheiratet. Aus dieser Ehe gingen ein […]