Der geschnitzte Schrank – oder: Der Finanzgerichtspräsident Heinrich Heising, der selbst Opfer gewesen sein will
Manchmal verdichtet sich Geschichte in einem einzigen Objekt. Hier ist es ein „geschnitzter Schrank“. Gestanden hatte er im sogenannten Herrenzimmer des jüdischen Textilfabrikanten Hugo Speyer, der am 31. Juli 1942 zusammen mit seiner Ehefrau Margarethe nach Theresienstadt deportiert wurde. Zurückgefordert wurde der Schrank nach dem Ende der NS-Diktatur von einer überraschend prominenten Person: dem ersten Finanzgerichtspräsidenten des Landes…