Therese Meyer schreibt einen letzten Brief an ihre Söhne
Am 21. März 1943 schrieb die Jüdin Therese Meyer (1890–1944), Ehefrau des Bielefelder Rechtsanwalts Dr. Gustav Meyer, wenige Wochen vor ihrer Deportation einen letzten Brief an zwei ihrer im Exil lebenden Söhne. In einer eigentümlichen Mischung vereint der Brief ein melancholisches Abschiedsnehmen, einen Hoffnungsschimmer und den Durchhaltewillen einer aus Erfahrungen des Ersten Weltkriegs gespeisten Kämpfernatur:„Wenn wir auch noch immer nicht…