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Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld

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Kontakt

An­sprech­part­ner*in: Dr. Jo­chen Rath
An­schrift: Neu­markt 1, 33602 Bie­le­feld
Te­le­fon: 0 521/​51-68 46
Web­sei­te: https://​www.stadt­ar­chiv-bie­le­feld.de
E-Mail: stadt­ar­chiv@bie­le­feld.de

Stadtarchiv

Das 1613 erst­erwähn­te Stadt­ar­chiv über­nimmt in Aus­wahl amt­li­che Über­lie­fe­rung der Stadt­ver­wal­tung und ih­rer Vor­läu­fer, wozu auch der 1973 auf­ge­lös­te Kreis Bie­le­feld und die kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­te, Ämter und Ge­mein­den zäh­len. Dar­über hin­aus wird nicht­amt­li­ches Schrift­gut ar­chi­viert von Per­sön­lich­kei­ten, Fa­mi­li­en, Par­tei­en, Re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, Ver­ei­nen, Ge­werk­schaf­ten, Un­ter­neh­men so­wie Fo­tos, Dias, Kar­ten, Pla­ka­te etc. Der Be­stand setzt mit ei­ner Ur­kun­de von 1240 ein und um­fasst ca. 8.200 lau­fen­de Me­ter Ar­chiv­gut. Jähr­lich kom­men etwa 150 lfm. hin­zu.

Ziel ist es, eine für alle zu er­ah­nen­den For­schungs­fra­gen be­last­ba­re Über­lie­fe­rung zu si­chern, zu er­hal­ten und bar­rie­re­arm zu­gäng­lich zu ma­chen. Die Ein­sicht­nah­me nach Ar­chi­v­recht ist ein „Je­der­mann“-Recht, das durch das Ar­chiv­ge­setz NRW ge­re­gelt wird. Be­schrän­kun­gen gibt es bei per­so­nen­be­zo­ge­nen Un­ter­la­gen, de­ren Ein­sicht­nah­me von Le­bens­da­ten der Be­trof­fe­nen und von ei­ner er­for­der­li­chen Wis­sen­schaft­lich­keit des je­wei­li­gen For­schungs­vor­ha­bens ab­hängt.

Quellen zum Nationalsozialismus im Stadtarchiv

Zur NS-Zeit lie­gen all­ge­mei­ne Un­ter­la­gen der Kom­mu­nal­ver­wal­tung vor, so z. B.

  • Bestand 103,1/Besatzungsamt, ab 1945 (dort u.a. NSDAP-Mitglieder- und Funktionärslisten)
  • Bestand 103,2/Hauptamt (dort auch Entnazifizierungsbögen des städtischen Personals)
  • Bestand 104,1/Ordnungsamt, Nr. 1181: Gewerbekartei jüdischer Betriebe, 1920-1939
  • Bestand 104,2.20/Standesamt, Personenstandsregister: Geburts-, Heirats- und Sterberegister, ab 1874
  • Bestand 104,3/Einwohnermeldeamt: Meldekarteien Bielefeld und der Ämter und Gemeinden des Kreises Bielefeld, ab 1893.

Für die Re­kon­struk­ti­on der Bio­gra­phi­en ras­sen­ideo­lo­gisch, po­li­tisch oder re­li­gi­ös Ver­folg­ter sind au­ßer­dem wich­tig u. a. die Be­stän­de:

  • Bestand 109,3/Amt für Wiedergutmachung, Stadt
  • Bestand 120,3/Amt für Wiedergutmachung, Kreis
  • Bestand 200,27/Nachlass Emil und Maria Gross (insbes. Vorgänge zur „Wiedergutmachung“
  • für politisch Verfolgte)
  • Bestand 210,44/Westfälische Neueste Nachrichten (Redaktionsarchiv des NS-Parteiblatts mit Kreisleitungs- und Ortsgruppen-Korrespondenz inkl. NSDAP-Mitgliederlisten aus dem WNN-Verbreitungsgebiet),
  • Bestand 250,1/NSDAP (einzelne Ortsgruppen bis 1935),
  • Bestand300,8/Sammlung Judaica,
  • Bestand 300,10/Sammlung Militärgeschichte,
  • Bestand 300,11/Kriegschronik der Stadt (u.a. Fotoserie der Riga-Deportation v. 13. Dezember 1941)
  • Bestand 300,12/Kriegschroniken der Schulen.

Landesgeschichtliche Bibliothek

Das Samm­lungs­pro­fil der mit dem Stadt­ar­chiv ver­bun­de­nen LgB, die auch als „Ra­vens­ber­ger Lan­des­bi­blio­thek“ be­zeich­net wer­den kann, schlägt sich in ei­ner an­ge­streb­ten Voll­stän­dig­keit bei „Bie­le­feld“- und „Ra­vens­berg“-Me­di­en nie­der.  Mit ab­neh­men­der Dich­te wer­den Ver­öf­fent­li­chun­gen über das üb­ri­ge Ost­west­fa­len, West­fa­len, Nie­der­deutsch­land und all­ge­mei­ne Deut­sche Ge­schich­te vor­ge­hal­ten. Ins­ge­samt zählt der Be­stand ca. 110.000 Me­di­en, die mit ei­nem kos­ten­pflich­ti­gen Bi­blio­theks­aus­weis größ­ten­teils aus­leih­bar sind. Ne­ben stadt- und re­gio­nal­ge­schicht­li­chen Pu­bli­ka­tio­nen wer­den schwer­punkt­mä­ßig auch all­ge­mei­ne Stu­di­en zum Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ge­sam­melt. Wei­te­re be­fin­den sich im Be­stand der Stadt­bi­blio­thek im sel­ben Ge­bäu­de.

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